Rangerinnen und Ranger im Rhein-Erft-Kreis

Willkommen in den Wäldern im Rhein-Erft-Kreis! Sie sind wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen, Rohstofflieferant, Wasserspeicher und Klimaschützer. Gleichzeitig sind sie für uns Menschen Orte der Naturverbundenheit, der Erholung und Freizeit. Um den verschiedenen Anforderungen an den Wald gerecht zu werden, sind wir seit 2023 für Sie und die Natur im Kreis unterwegs. 

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist dabei die Waldpädagogik und Umweltbildung rund um Frechen, Pulheim, Kerpen und die anderen Städte im Kreis. 

An einem Waldweg wachsen rechts und links hohe Laubbäume, sodass der Weg fast wie ein Tunnel wirkt. Am Ende des Weges ist Licht.

Unsere Arbeit

Unsere Naturräume sind beliebter denn je. Doch mit wachsendem Erholungsdruck und den Auswirkungen des Klimawandels steigt auch die Herausforderung, die Natur zu bewahren und Konflikte zu vermeiden. Oft fehlt es an Wissen darüber, wie man sich im Wald richtig verhält und welche ökologischen Zusammenhänge wichtig sind.

Denn nur wer den Wald versteht und respektiert, trägt aktiv zum Schutz unserer Natur bei. Wir Ranger*innen verstehen uns als Vermittelnde, die vor Ort aufklären und ein rücksichtsvolles Miteinander im Naturraum fördern. 

Mit unserer Arbeit möchten wir allen Menschen – egal welchen Alters und welcher Herkunft – die Faszination am Wald näherbringen und eine nachhaltige Verbindung zu unserer Umwelt schaffen – damit jeder das Naturerlebnis genießen, lernen und sich darin wohlfühlen kann.

Unser Team

Der Einsatz der Rangerinnen und Ranger ist eine Kooperation zwischen dem Rhein-Erft-Kreis und dem Land NRW, vertreten durch das Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft. 

Selbst im städtisch geprägten Rhein-Erft-Kreis aufgewachsen, kenne ich die Bedeutung grüner Oasen für die Menschen hier aus erster Hand. Schon als Kind interessierte mich alles rund um das Thema Natur. In meinem Umfeld war aber wenig Wissen dazu vorhanden und der Wald oft weit weg, und damit der Zugang erschwert. 

In meiner Arbeit als Rangerin ist es mir deshalb besonders wichtig, Walderlebnisse für möglichst viele verschiedene Menschen zu ermöglichen und einen Teil dazu beizutragen, der Naturentfremdung großer Teile der Gesellschaft entgegen zu wirken. Ich möchte ein multifunktionales Naturverständnis vermitteln und für die Bedeutung des Waldes als Ökosystem wie auch als historisch gewachsene Kulturlandschaft begeistern. 

Ich bin ausgebildete Gärtnerin im Bio-Gemüsebau und habe Waldwirtschaft und Naturschutz in Freiburg studiert. Im Rahmen politischer Bildungsarbeit habe ich in der Vergangenheit außerdem für die Fachstelle Radikalisierungsprävention im Naturschutz (FARN) zu rechten Narrativen über Natur gearbeitet. Demokratischer Umweltschutz liegt mir daher besonders am Herzen. 

Als Rangerin bin ich zudem Forstschutzbeauftragte und achte auf die Einhaltung der Forst- und Naturschutzgesetze im Alltag, gebe Hilfestellung, Informationen und Rat und verfolge, wenn nötig, auch Ordnungswidrigkeiten.

Jonathan Mann ist ausgebildeter Forstwirt mit den Zusatzqualifikationen Geprüfter Natur- und Landschaftspfleger und Zertifizierter Waldpädagoge. Seit 2023 ist er als Ranger im Rhein-Erft-Kreis unterwegs. Besonders die Amphibienwelt unserer heimischen Ökosysteme fasziniert ihn dabei. 

Unsere Angebote

Führungen, Waldpädagogik und Umweltbildung

Unsere Angebote in der Umweltbildung richten sich vorrangig an Schulen, Kindergärten und sonstige pädagogische Einrichtungen. Für öffentliche Bildungsträger sind unsere Angebote kostenfrei. Auf Anfrage führen wir auch gerne interessierte Erwachsene!

Wir arbeiten mit Methoden der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), der Wildnispädagogik und der waldbezogenen Umweltbildung. Ob „Unterricht im Wald“ oder Entdeckungsreise für die Kleinsten – auf Wunsch stellen wir Ihnen ein individuelles Programm zusammen, selbstverständlich auch für Menschen mit Behinderung. Spielerisch, mit allen Sinnen und altersgerecht vermitteln wir biologische Vielfalt und Klimaschutz im Wald.

Treffpunkte können dabei individuell ausgemacht werden. Auch Führungen in direkter Nähe zu Ihrer Schule oder Kita sind möglich, um lange Anreisen zu vermeiden.

Ein brauner Hut mit breiter Krempe liegt auf einem mit Moos bewachsenden Holzstück in einem Wald.

Der Königsdorfer Forst

Der Königsdorfer Forst ist mit 330 Hektar das größte Naturschutzgebiet im Rhein-Erft-Kreis und ein Schwerpunkt unserer Arbeit. Durch die Zusammenarbeit von Kreisverwaltung, Regionalforstamt und der Biologischen Station Bonn/Rhein-Erft konnten hier in den letzten Jahren erhebliche Verbesserungen für die Besucherlenkung und den Schutz der Flora und Fauna erreicht werden. 

Hier finden Sie das Konzept zur naturverträglichen Nutzung des Naturschutzgebiets, wichtige Informationen, Kartenmaterial und Pressemitteilungen zu diesem besonderen Projekt. 

Zum Konzept für naturverträgliche Nutzung 

Weitere Informationen zum Schutzgebiet

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