Försterinnen und Förster spielen eine zentrale Rolle für den Erhalt, den Schutz und die Bewirtschaftung unseres Waldes in NRW. Bei Wald und Holz NRW arbeiten circa 300 Försterinnen und Förstern in den landesweit flächendeckenden Revieren, den sogenannten Forstbetriebsbezirken.
Sie betreuen die Reviere und sind dort zuständig für vielfältige Aufgaben, die je nach Revier unterschiedlich gewichtet sind. Dazu zählen:
- Forstliche Dienstleistungen im Privatwald
- Bewirtschaftung des Staatswalds
- hoheitliche Aufgaben
- Naturschutz und Jagd
- nachhaltige Waldbewirtschaftung
- Rat und Anleitung
- Öffentlichkeitsarbeit
Forstberuf im Wandel
Neben wirtschaftlichen Aspekten rücken heute mehr und mehr auch die Klima- und Naturschutzfunktionen des Waldes in den Fokus ihrer Tätigkeit. Die Pflege und Entwicklung der Wälder in NRW stellt eine anspruchsvolle Arbeit dar, in denen viel Wissen, Forschung und Erfahrung gefordert ist.
Unsere Wälder müssen sich anpassen, damit sie mit dem Klimawandel und seinen Folgen besser zurechtkommen. Klimastabile Mischwälder sind das langfristige Ziel, auf das unsere Försterinnen und Förster, Forstwirtinnen und Forstwirte bei Wald und Holz NRW hinarbeiten. Anhand konkreter Leitbilder für die verschiedenen Waldbereiche entwickeln sie Konzepte zum Waldbau, aber auch zur Wiederbewaldung und setzen diese um. Damit legen sie den Grundstock für die Klima- und Naturschutzwälder der Zukunft.
Klischees längst überholt
Das alte Bild vom Förster im langen grünen Mantel, der mit Säge, Gewehr und Dackel durch den Wald streift, ist immer noch weit verbreitet. Es entspricht jedoch nicht der Lebensrealität unserer Kolleginnen und Kollegen. Statt Säge und Gewehr haben sie Toughpads und Smartphones dabei und beziehen ihr Wissen nicht aus verstaubten Büchern, sondern aus aktuellen Forschungen. Treue vierbeinige Begleiter sind aber weiterhin gerne dabei.
Wie kann man Försterin oder Förster werden?
Um Försterin oder Förster zu werden, seid Ihr bei uns genau an der richtigen Stelle. Zunächst benötigt man ein abgeschlossenes klassisches forstliches Bachelor- oder Masterstudium einer forstwirtschaftlichen Fakultät. Das geht zum Beispiel an der Georg-August-Universität in Göttingen, an der Hochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg oder an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde. Wald und Holz NRW führt im Rahmen einer sogenannten Monopolausbildung jährlich Vorbereitungsdienste für die Laufbahnen des gehobenen und höheren Forstdienstes in NRW durch.
Revierförsterinnen oder -förster machen in der Regel nach ihrem forstlichen Bachelorabschluss einen Anwärterdienst, also die Laufbahn des gehobenen Forstdienstes. Für Führungspositionen, also die Laufbahn des höheren Forstdienstes, wird nach dem forstlichen Masterabschluss ein Referendariat benötigt.