Unser Wald liefert Holz – einen vielseitigen Rohstoff, der unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten hat. Als nachwachsender Rohstoff hat Holz eine bessere Ökobilanz als beispielsweise Stahl oder Beton. Richtig verbaut, bindet Holz langfristig CO2.
Nachhaltige Waldbewirtschaftung
Um die Wälder gleichzeitig zu nutzen, die Artenvielfalt zu fördern und ihre vielfältigen Funktionen zu erhalten, setzen wir auf eine nachhaltige Waldbewirtschaftung. Das bedeutet unter anderem, dass nicht mehr Holz geerntet wird, als nachwächst. Die nachhaltige Bewirtschaftung ist im Bundeswald- und Landesforstgesetz geregelt.
Unser landeseigener Wald in NRW wird von unseren Försterinnen und Förstern bewirtschaftet. Fast zwei Drittel des Waldes in NRW gehört privaten Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern. Sie besitzen teilweise mehrere tausend Hektar, teilweise unter einen Hektar Wald. Sie können unsere Försterinnen und Förster als professionelle Dienstleister buchen.
Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten
An unserem forstlichen Bildungszentrum in Arnsberg und auch online bieten wir unterschiedliche Fort- und Weiterbildungen an. Sie richten sich an Waldbesitzende, Beschäftigte der kommunalen und staatlichen Forstverwaltung, Forstunternehmen, Feuerwehren sowie Umweltpädagoginnen und -pädagogen.
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Häufig gestellte Fragen zur Holzernte und Waldpflege
Jeder Quadratmeter unseres Waldes gehört jemandem. Betrachtet man die Verteilung des Eigentums auf die unterschiedlichen Waldbesitzarten, ist das Land NRW sogar ein eher kleiner Waldbesitzer. Insgesamt sind 28 Prozent der Landesfläche bewaldet. Von insgesamt 953.000 Hektar Wald in NRW sind lediglich 13 Prozent staatliche Waldflächen, die vom Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen betreut und bewirtschaftet werden. Bundeswald, gibt es auf 3 Prozent der Flächen. Das sind zum überwiegenden Teil Waldflächen aktueller und ehemaliger Truppenübungsflächen. Kreise, Städte und Gemeinden besitzen 21 Prozent der Waldflächen und mit 63 Prozent gehört der größte Teil unseres Waldes in NRW privaten Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern. Das können Kirchengemeinden oder Stiftungen sein, sehr große Privatbetriebe oder gemischte land- und forstwirtschaftliche Betriebe bis hin zu ganz „normalen“ Bürgern. Allein 120.000 der rund 150.000 privaten Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer verfügen über Parzellen, deren Gesamtfläche kleiner als 2 Hektar ist. Eine ungeheure organisatorische Aufgabe für die Waldpflege!
Die Eigentümerinnen und Eigentümer des Waldes entscheiden grundsätzlich selber, was in ihrem Wald geschieht oder nicht. Dabei stecken einige wichtige Gesetze die Rahmenbedingungen ab. Dazu gehören das Bundeswald- und Landesforstgesetz NRW sowie das Bundes- und Landesnaturschutzgesetz.
Als Untere Forstbehörde achten wir darauf, dass die rechtlichen Regelungen bei der Waldbewirtschaftung eingehalten werden.
Für die private Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer stehen wir Forstleute als Dienstleistungsunternehmen mit unserem fachlichen Know-How zur Beratung und Unterstützung in der Betreuung des Waldes zur Verfügung.
Im landeseigenen Wald, der neben dem Rohstoff Holz in besonderer Weise die Schutz- und Erholungsfunktionen erfüllt, müssen wir Försterinnen und Förster jeden Tag die Balance finden – zwischen den Ansprüchen der Waldbesucherinnen und Waldbesucher, dem Naturschutz und der Waldpflege. Oberstes Ziel ist es, das Beste für die dauerhafte Erhaltung des Waldes und die Zufriedenheit der Menschen zu erreichen.
Wir haben in der Bundesrepublik sehr liberale Waldgesetze – das Bundeswaldgesetz, das den Rahmen für die Ländergesetze vorgibt und in Nordrhein-Westfalen das Landesforstgesetz. Vom Betretungsrecht bis zu den Grundsätzen der Waldbewirtschaftung ist dort alles geregelt.
Die Regionalforstämter sind als Untere Forstbehörden für die Einhaltung der Gesetze in allen Waldeigentumsarten zuständig. Immer, wenn es um naturschutzfachliche Dinge geht, muss man das Landesnaturschutzgesetz NRW und das Bundesnaturschutzgesetz hinzuziehen.
Auf unserer Internetseite finden Sie unter "Wald erleben - Zu Gast im Wald" die wichtigsten Regeln, ob als Waldbesuchende, Hundebesitzerinnen und -besitzer oder Radfahrende.
Holz ist ein wertvoller, nachwachsender Rohstoff, der vielseitig eingesetzt wird – von Bauwerken über Möbel bis zu ökologischen Energiequellen. Die Nutzung von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft speichert langfristig mehr CO2 und trägt somit aktiv zum Klimaschutz bei.
Jeder von uns verbraucht durchschnittlich 1,3 Kubikmeter Holz pro Jahr. In NRW muss sogar Holz importiert werden, um den Bedarf zu decken. Die Bereitstellung heimischen Holzes unterstützt über 160.000 Arbeitsplätze und reduziert durch kurze Transportwege die Umweltbelastung.
Gesundes Holz ist die Grundlage für langlebige Produkte und vielfältige Anwendungen. Erkrankte Bäume hingegen weisen häufig innere Fäulnis auf und verlieren dadurch ihre Stabilität und Qualität. Ein anschauliches Beispiel: Ein scheinbar solides Fichtenbrett aus dem Baumarkt kann einem Nagel keinen Halt mehr bieten, wenn das Holz im Inneren bereits verfault und dadurch weich geworden ist. Ebenso verliert stark zersetztes Brennholz im Kamin rasch an Substanz und liefert kaum Wärme. Der Vergleich aus dem Alltag macht es deutlich: Auch unser Salat soll frisch und knackig sein – nicht kurz vor dem Verderben.
Grundsätzlich ja – er würde auch weiterhin Sauerstoff produzieren. Allerdings gibt es wesentliche Aufgaben, die bei einer verantwortungsvollen Bewirtschaftung nicht vernachlässigt werden dürfen.
Zentrales Ziel unserer Arbeit ist der Aufbau ökologisch wertvoller Mischwälder aus unterschiedlich alten Laub- und Nadelbäumen. Laut Landeswaldinventur NRW ist der Anteil der Laubwälder bereits auf 58 % gestiegen – eine positive Entwicklung, die wir weiter vorantreiben. Der Waldumbau hin zu stabileren, klimafitten Mischwäldern ist angesichts zunehmender Trockenheit, häufiger Stürme und Schaderreger wie Borkenkäfer essenziell. Auch wenn die künftige Waldentwicklung von vielen Faktoren abhängt, können wir durch Risikostreuung aktiv zur Stabilität unserer Wälder beitragen.
Gemischte und ungleichaltrige Wälder erhöhen zudem die biologische Vielfalt und stärken den Lebensraum Wald mit seiner typischen Flora und Fauna.
Gleichzeitig benötigen Sägewerke weiterhin ausreichend Holz, insbesondere Nadelholz für Bau- und Konstruktionszwecke. Daher setzen wir ergänzend auf widerstandsfähigere Nadelbaumarten wie Douglasie, Küstentanne und Weißtanne.
Neben dem klimaorientierten Waldumbau fördern wir auch den Naturschutz. Auf sensiblen Standorten – etwa an Feuchtwiesen, Bachläufen oder Quellbereichen – entnehmen wir vor allem Fichten, um natürliche Prozesse zu ermöglichen oder offene Flächen zu erhalten.
Entlang öffentlicher Wege, Straßen und Wohnbebauungen erfüllen wir unsere Verkehrssicherungspflicht. Dort entfernen wir Bäume, deren Äste oder Stamm eine Gefahr darstellen könnten.
In Deutschland beherzigen Generationen von Forstleuten das Prinzip der Nachhaltigkeit als oberstes Gebot bei der Waldbewirtschaftung. Nachhaltigkeit bedeutet für die Holznutzung, dass nicht mehr Holz eingeschlagen wird als nachwächst.
Ein Blick in die Kulturgeschichte zeigt, dass noch vor 150 Jahren viele Landstriche komplett entwaldet waren. In die verbliebenen Wälder wurden im Herbst zur Eichen- und Bucheckern-Mast Schweine und Kühe getrieben. Das Laub diente in den Ställen als Einstreu. Weil die Holzknappheit zu einem großen Problem wurde, begann man schon vor rund 300 Jahren damit, Wälder nicht nur zu nutzen, sondern auch zu pflegen und entwaldete Landschaften wieder aufzuforsten. Das war der Beginn der nachhaltigen Forstwirtschaft.
Mit den Waldbesitzenden tragen Försterinnen und Förster in NRW durch ihre Arbeit seit Jahrzehnten dazu bei, dass sowohl die Waldflächen als auch die Holzvorräte stetig zunehmen. Durch die zwangsweise Nutzung der durch Sturm, Borkenkäfer und Dürre geschädigten Fichten wurde allerdings in den letzten Jahren mehr Nadelholz geerntet, als nachwachsen konnte. Das prägt die Wälder Nordrhein-Westfalens langfristig. Im Laubholz war der Zuwachs größer als die Nutzung und der Vorrat wurde weiter aufgebaut.
Die beiden international anerkannten Gütesiegel, PEFC und FSC® auf Holz und Papier garantieren Ihnen als Verbraucherinnen und Verbrauchern, dass die jeweiligen Produkte aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen. Der dem Land NRW gehörende Staatswald ist komplett und viele private und kommunale Flächen sind zu großen Teilen nach diesen Standards zertifiziert. Nach einem Holzeinschlag ruht die Holzernte in diesem Waldbereich für mehrere Jahre.
Ja, Kahlschläge sind nach dem Landesforstgesetz NRW § 10 (2) erlaubt, allerdings nur bis zu einer maximalen Größe von zwei Hektar. Ausnahmen sind abschließend im Gesetz erläutert.
Im landeseigenen Wald sind Kahlschläge die absolute Ausnahme, wenn zwingende Gründe vorliegen. Denn Kahlschlags-Wirtschaft schädigt den Wald und ist im Nachhinein oft mir hohen Pflegekosten verbunden. Wir setzen stattdessen auf eine zeitgemäße, naturnahe Waldbewirtschaftung.
Kahlflächen sind nach Forstrecht innerhalb von zwei Jahren wieder aufzuforsten oder zu ergänzen, falls nicht die Änderung/Umwandlung in eine andere Nutzungsart genehmigt oder sonst zulässig ist. Eine natürliche Ansamung von Waldbäumen kann im Einzelfall auch von der Unteren Forstbehörde als Wiederbegrünung akzeptiert werden.
Im Wald dürfen Bäume das ganze Jahr über gefällt werden. Das Landesforstgesetz NRW gibt da keine Einschränkung vor. Das ist also anders als bei Bäumen in der Stadt oder Hecken in der freien Landschaft, wo das Bundesnaturschutzgesetz das Fällen und Schneiden von März bis Ende September stark einschränkt.
Im Wald arbeiten wir überwiegend und am liebsten im Winterhalbjahr, weil die gesamte Pflanzenwelt in dieser Zeit im Ruhemodus steht. Gräser, Farne und Kräuter überwintern, bei den Bäumen läuft der Wassertransport von den Wurzeln in die Krone und das gesamte Wachstum auf Sparflamme. So wirken sich etwaige Schäden durch das Fällen an den verbleibenden Bäumen deutlich weniger schlimm aus. Frosttage, an denen der Waldboden richtig festgefroren ist, sind ideal für die Waldarbeit mit den großen Maschinen, aber leider viel zu selten. Hier wägen wir ständig ab, wann wir welche Arbeiten im Wald durchführen können oder nicht.
Auch bei bester Organisation lassen sich nicht alle Einschlagsarbeiten auf den Herbst und Winter beschränken. Eine Ausnahme ist z.B. die Bereitstellung von Fichten für die Papierherstellung. Die Papierindustrie benötigt zur weiteren Verarbeitung im Jahresverlauf immer frisches Holz.
Mit unserer Waldpflege machen wir den Wald fit für die Zukunft. Wir fördern seine Gesundheit, Widerstandskraft und Stabilität. Bei der Waldpflege geht es in erster Linie darum, Licht und Luft in den Baumkronen zu schaffen. Mit kritischem Blick suchen Försterinnen und Förster bei den Durchforstungen zunächst einmal die Zukunfts-Bäume, kurz Z-Bäume, aus, die von guter Qualität und vital sind. Sie entnehmen gezielt einzelne Bäume, die diese Z-Bäume bedrängen und in ihrem Wachstum behindern. Somit sorgen sie für eine bessere Licht-, Wasser- und Nährstoffversorgung der Z-Bäume, die dann ihr weiteres Wachstum und ihre Stabilität verbessern können. Gleichzeitig können wir auch eingemischte Baumarten fördern, zum Beispiel eine vom Eichelhäher ausgesäte Eiche in einem Kiefernbestand. So steuern wir die Mischung der Baumarten und den Artenreichtum in den Waldbeständen.
Durch die Aufteilung unserer Wälder in Pflegeblöcke kommen wir erst nach 5 bis 10 Jahren wieder auf dieselbe Fläche, so dass die Wälder Zeit für Wachstum und Regeneration haben. Der Erfolg unserer Waldpflege spiegelt sich in den Statistiken der Landeswaldwaldinventur wider.
In den älteren Baumbeständen legen wir den Schwerpunkt der Pflegeeingriffe auf die Nutzung der Bäume, die ihre Zielstärke für eine optimale Verwertung und Vermarktung erreicht haben. Wir ernten einzelne Bäume bis hin zu kleinen Gruppen, bevor die natürliche Alterungs- und Zerfallsphase beginnt. Mit dem Spiel von Licht und Schatten stoßen wir eine Dynamik in den älteren Baumbeständen an, die den Nachwuchs, sprich die natürliche Ansamung von Bäumen, fördert.
Biotopbäume mit Pilzen oder Höhlen lassen wir gezielt für Spechte, Fledermäuse und andere Tierarten als „ökologisches Gold“ stehen. Wir markieren sie, um sie langfristig zu schützen und sich selbst zu überlassen. Stehendes und liegendes Alt- und Totholz ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch essentiell für die Artenvielfalt von Vögeln, Säugetieren, Insekten und Pilzen, also die Biodiversität im Wald.
Bei Ihrem Waldbesuch können Sie unterschiedliche farbliche Markierungen an Bäumen entdecken, die uns bei der Arbeit im Wald helfen.
Weiße Wellen um einen Baum, manchmal in Kombination mit einem roten Dreieck, kennzeichnen einen Biotopbaum, der besonders wichtig für den Naturschutz ist. Das können markante Baumriesen mit bizarren Wuchsformen sein, absterbende Bäume mit Rissen und absterbender Rinde, an denen Konsolenpilze wuchern und in denen bereits Höhlen von Spechten oder Hohltauben sind.
Zwei parallele weiße Striche an gegenüberstehenden Bäumen weisen eine sogenannte Rückegasse aus. Das sind die schmalen, nicht befestigten Pfade, auf denen unsere großen Forstmaschinen bleiben müssen, damit der Waldboden nicht flächig befahren wird.
Punkte an den Bäumen kennzeichnen Zukunftsbäume, die bei einer Pflegemaßnahme besonders gefördert werden sollen. Sie sind jetzt schon von guter Qualität und Wuchsform und so vital, dass wir davon ausgehen können, dass sie noch viele Jahre wachsen können.
Schräge Striche nutzen wir Forstleute, wenn wir einen Baum zur Fällung freigeben.
Zahlen an Stämmen und Stammfüßen weisen auf Stichproben für die wissenschaftliche Begleitung in Versuchsflächen hin. Die so erfassten Bäume werden regelmäßig gemessen und beobachtet.
Waldwege werden aus verschiedenen Gründen gesperrt. Oberste Priorität hat dabei Ihre Sicherheit!
Der Holzeinschlag ist eine gefährliche Arbeit – für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und für Sie! In Sekundenschnelle fallen tonnenschwere Bäume zu Boden. Deshalb ist die Sperrung der Einschlagsorte gesetzlich vorgeschrieben. Wer unbefugt Waldflächen betritt, in denen Holz eingeschlagen wird, begibt sich in Lebensgefahr. Bitte beachten Sie deshalb zur eigenen Sicherheit die Absperrungen. Diese richten wir mit einer so großen Pufferzone ein, dass die Arbeitsorte für Sie in der Regel nicht einsehbar sind. Denn unsere heimischen Laubbäume werden locker 40 Meter hoch. Die doppelte Länge ist der notwendige Sicherheitsabstand bei Baumfällungen. Das bedeutet, die Forstwirtin bzw. der Forstwirt steht unter Umständen 80 Meter tief im Wald und ist für Sie als Waldbesucherin oder Waldbesucher unsichtbar.
Ein weiterer Grund für eine Sperrung kann die Durchführung einer Jagd sein. Auch wenn alle Beteiligten große Aufmerksamkeit und Sorgfalt walten lassen, ist ein Waldgebiet oft unübersichtlicher als zum Beispiel eine freie landwirtschaftliche Fläche. Auch hier ist eine Sperrung in der Regel von kurzer Dauer.
Fast alle Waldwege, auf denen Sie sich bewegen, wurden zur Bewirtschaftung der Wälder angelegt. Sie werden mit Hilfe der Erträge aus der Bewirtschaftung von den Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern gepflegt.
Wenn es sinnvolle Alternativrouten gibt, schildern wir eine Umleitung für Sie aus.
Der Einsatz großer Maschinen ist notwendig, weil die Waldarbeit zu den körperlich anspruchsvollsten und gefährlichsten Tätigkeiten zählt. Besonders das Fällen von Bäumen birgt erhebliche Risiken. laut Unfallstatistik gehört der Forstwirtberuf mit zu den gefährlichsten Berufen. Nach Stürmen liegen zum Beispiel Stämme kreuz und quer, stehen unter Spannung und sind oft nur schwer erreichbar. Selbst erfahrene Fachkräfte geraten dabei in lebensgefährliche Situationen – trotz hoher Professionalität und intensiver Sicherheitsmaßnahmen. Um diese Risiken zu minimieren, setzen wir auf moderne, spezialisierte Technik. Holzerntemaschinen (Harvester) fällen Bäume präzise und sicher aus geschützter Kabine heraus. Rückefahrzeuge transportieren das Holz zu den Waldwegen und stapeln es dort fachgerecht. Anschließend übernehmen LKW den Abtransport zur Weiterverarbeitung. Diese Maschinentechnik reduziert Unfälle, schützt die Gesundheit der Mitarbeitenden und ermöglicht zugleich einen effizienten und wirtschaftlich sinnvollen Ablauf.
Moderne Maschinen sind darüber hinaus bodenschonend konstruiert: Breite Reifen, häufig ergänzt durch Ketten, verteilen das Gewicht und minimieren den Druck auf den Waldboden. Befahren werden ausschließlich bestehende Waldwege sowie klar definierte Rückegassen im Bestand, sodass Bodenverdichtung und dauerhafte Schäden auf ein Minimum reduziert werden.
Wir setzen je nach Standort, Baumarten und Situation vor Ort auf eine Kombination aus Maschinen und manueller Holzernte. Bei dichten Beständen am Hang können auch Rückepferde Mensch und Maschine unterstützen.
Der Wald ist nicht nur ein Ressourcenlieferant, sondern auch ein wertvoller Lebensraum, den es zu bewahren gilt. Unsere Forstleute treffen daher fundierte Entscheidungen, um die Waldbestände nachhaltig zu bewirtschaften und gleichzeitig die Umwelt zu schützen.