Ökosystemanalyse im RFA Ruhrgebiet
Studierende der RUB lernen in einem Eichenaltholzbestand
Recklinghausen – Am 27. Juni trafen sich 16 Studierende des Masterstudiengangs Geographie der Ruhr-Universität Bochum (RUB) mit der Vertiefungsrichtung Stadt- und Landschaftsökologie gemeinsam mit den Dozenten Prof. Dr. Valentin Klaus und Michael Herre sowie dem Revierleiter des FBB Recklinghausen, Tizian Bootz, in einem Eichenwald in Recklinghausen. Ziel der Veranstaltung war es, Erfassungsstandards der Stadt- und Landschaftsökologie für eine ökologische Raumgliederung kennenzulernen und deren Anwendung im Gelände praxisnah einzuüben.
Anhand konkreter Praxisbeispiele erhielten die Studierenden Einblicke in die eigenständige Konzeption von Geländeuntersuchungen. Dabei standen handlungsorientiertes und selbstverantwortliches Lernen sowie die Arbeit im Team im Mittelpunkt.
Zu Beginn führte Tizian Bootz die Studierenden in die vielfältigen Aufgaben eines Försters ein. Er vermittelte Grundlagen zur Bewirtschaftung der Wälder, erläuterte die Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Wälder und zeigte auf, wie diesen durch eine gezielte Waldbewirtschaftung begegnet werden kann. Außerdem zeigte er die Vor- und Nachteile verschiedener Bewirtschaftungsmaßnahmen sowie deren Auswirkungen auf den Naturhaushalt auf. Im Projektbestand veranschaulichte er den Studierenden zudem den ökologischen und ökonomischen Wert der Eichen sowie die Verwendung der gefällten Eichenstämme.
Die im Gelände erhobenen Daten werden derzeit von den Studierenden im Rahmen ihrer Abschlussaufgabe eigenständig ausgewertet und dokumentiert. Dadurch durchlaufen sie alle wesentlichen Schritte einer ökologischen Studie – von der Planung über die Datenerhebung bis hin zur Auswertung und Erstellung des Abschlussberichts.