HessenForst zu Besuch im Industriewald Ruhrgebiet
Gelsenkirchen – Einen besonderen Einblick in eine außergewöhnliche Form forstlicher Arbeit erhielten 22 Kolleginnen und Kollegen der Forstämter Kirchhain und Herborn des Landesbetriebs HessenForst beim Besuch des Regionalforstamtes Ruhrgebiet. Ziel der Exkursion war das Industriewaldprojekt Rheinelbe in Gelsenkirchen – mitten im Herzen des größten Ballungsraums Deutschlands mit rund 5,2 Millionen Menschen.
Schon bei der Anreise zeigte sich, dass urbane Wälder ihre eigenen Tücken haben – nicht jedes Navigationsgerät findet auf Anhieb den Weg durch die grüne Wildnis zwischen Zechenschächten und Industriekulisse.
Zu Beginn stellte Oliver Balke, Leiter der Forststation Rheinelbe, das Projekt in einer Präsentation vor. Dabei ging es um die Entstehung und Philosophie des Industriewaldprojekts, die Biodiversität und Sukzession auf ehemaligen Bergbauflächen sowie die Umweltbildungsarbeit in sozialen Brennpunkten.
Im Anschluss führte ein Rundgang durch die urbane Wildnis Rheinelbe, die im dicht besiedelten Ruhrgebiet sowohl für den Artenschutz als auch für die Bevölkerung wichtige ökologische und soziale Funktionen erfüllt. Höhepunkt der Exkursion war der Aufstieg zur Himmelsleiter – einem der höchsten zugänglichen Punkte der Region und einem Symbol für den Wandel von der Industrie- zur Naturlandschaft.
Am Nachmittag setzte die Gruppe das Programm mit einer Führung durch das UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein fort. Auch hier spielt der Industriewald Zollverein eine bedeutende Rolle – als Teil des Industriewaldprojekts und als Beispiel für die gelungene Verbindung von Industriekultur und Naturentwicklung.